Anti-Atom-Mahnwache in Minden
Gestern entschloss ich mich ziemlich spontan dazu, mit einem Arbeitskollegen zusammen auf eine von den über 250 bundesweit organisierten Mahnwachen gegen Atomkraft zu gehen. Und zwar in der Nähe unserer Arbeit, hier in Minden. Ich rechnete mit ca. 50 Leuten, mein Kollege mit etwas weniger. Wir waren also beide überrascht, geschätzte 100 Leute oder mehr dort anzutreffen.
Der Grund für die Teilnahme ist eigentlich ziemlich simpel. Ich persönlich bin gegen eine langfristige Planung mit Atomkraftwerken und gegen Laufzeitverlängerungen für alte AKWs, die unter heutigen Sicherheitsauflagen nicht mehr gebaut werden dürften. Das ist, aus meiner persönlichen Ansicht, unverantwortlich. Hinzu kommt der radioaktive Abfall, den diese Dinger produzieren und wofür es – weltweit – meines Wissens nach, noch kein richtiges Endlager gibt. Nur so “Zwischenlösungen” und die sind teilweise auch nicht gerade durchdacht. Siehe Asse.
Fukushima Kernschmelze unvermeidbar?
Bis tief in die Nacht hinein habe ich die Medienberichterstattung über das Atomkraftwerk Fukushima in Japan verfolgt. Parallel zum Fernsehen hatte ich in Twitter entsprechende Kanäle offen und das Glück, einen englischsprachigen Kontakt aus Tokio durch Zufall zu finden. Nun ist es immer schwer, neue Meldungen zu verifizieren aber es gibt vereinzelte Kontakte, die neue Meldungen bringen, welche dann oftmals 30-60 Minuten später bei Reuters, Greenpeace & Co. bestätigt werden und anschließend auch im Fernsehen vorgetragen werden. Dadurch zeichnen sich diese Kontakte dann als vertrauenswürdige Quelle aus. Durch einige dieser Quellen, insbesondere “Ken Mogi” aus Tokio, war ich immer gut und schnell informiert.
Kurz bevor ich gestern Nacht eingeschlafen bin, war mein Kenntnisstand folgender: Die Behörden verteilten im Umkreis von 20km um das AKW Jod-Tabletten. Der Druck in Fukushima 1 und 2 konnte nicht gesenkt werden und das Unternehmen TEPCO hatte die Kontrolle über die Reaktoren verloren. In dem Zuge stand eigentlich schon bereits fest, auf was man sich dort einstellen würde und das die Situation ein Rennen gegen die Zeit war, welches nicht mehr zu gewinnen ist. So kamen dann auch im Laufe des morgens die Meldungen, dass seit 5 Uhr (Japanische Ortszeit) radioaktive Strahlung ausgetreten sei. Im Kontrollraum um das 1000-fache erhöht und vor den Toren um das 8-fache. Seit 8 Uhr (Japanische Ortszeit) tritt nun wohl auch Cäsium aus. Laut einigen Umweltschutzorganisationen ist dies bereits der Beleg für eine stattfindende Kernschmelze. Sie ist also, scheinbar, unvermeidbar. Dazu passt auch, dass laut letzten Meldungen in der Nacht, bereits darauf trainierte Truppen zum AKW gesendet wurden. Auch Meldungen von zumindest einer Explosion ist immer wieder zu lesen aber dazu habe ich noch keine Bestätigung.
Wie man zum Fan wird
Wie wird man eigentlich Fan von irgendwas und was ist und macht ein Fan eigentlich genau? Darüber habe ich mir nie großartig Gedanken gemacht, wie vermutlich viele von uns. Egal ob es der heissgeliebte Fussballverein, die Eishockey-Mannschaft, ein Team beim Autorennen oder sonstigen Sportarten ist. Man kann natürlich auch Fan von vielen anderen Dingen sein.
Bei mir war es der Verein “Werder Bremen”. Einer meiner besten Freunde ist Fan von “Bayern München”, einer von “Eintracht Frankfurt”, einer von “Schalke 04″ und mehrere von “Borussia Dortmund” & “Hannover 96″ und so weiter. Das spielt unter uns Freunden aber auch keine große Rolle. Natürlich gibt es vor, während und nach den Spieltagen, an denen unsere Favorisierten Mannschaften gegeneinander antreten, immer näckische Sprüche und es wird diskutiert, welches Team mit welcher Aufstellung auf dem Platz stehen wird und – natürlich – wie das Spiel aus geht. Aber alles friedlich und meist daheim am Fernseher oder zusammen irgendwo bei Freunden.
E10? Nein, Danke!
Ich muss gestehen, dass ich leider kein Wissenschaftler bin und ich mich daher nicht haarklein bis ins letzte Detail mit E10 und dem darin enthaltenen Bio-Ethanol auskenne.
Aber wenn ich lese, dass es dem Auto schaden könnte(!), dass ich dadurch einen (streitbaren) Mehrverbrauch habe und es sich somit nicht wirklich (derzeit) rechnet, dass dafür – und jetzt das allerschlimmste überhaupt – für uns Menschen und unsere Natur wichtige Wälder abgeholzt werden (man schaue sich z.B. Home oder Planet Erde an!), das der Anbau für den notwendigen Dünger enorme Mengen CO2 erzeugt, dass als Folge der Beimischung giftige Verbindungen wie Blausäure und Ozon in Tests entstanden sind und bei der letztendlich völlig unzureichenden Informierung der Bürger könnte ich kotzen und es lässt mich nur zu einem Fazit kommen:
E10? Nein, Danke!
Ich finde es eine Frechheit und Zumutung, wie mit uns und unserer Natur umgegangen wird. Auch in Anbetracht wieviel Geld man in solche Entwicklungen investiert und wie wenig in alternative Lösungen, in Subventionen die dem Umweltschutz zuträglich sind und viele andere wichtige Dinge. Ich gebe zweifelsfrei zu, dass ich eine deutlich andere und aggresivere Meinung habe, seit ich die Dokumentation “Home” gesehen habe aber vielleicht braucht jeder Mensch einen “Wachmacher”, der einen aufrüttelt und aufzeigt, dass es so definitiv nicht weiter gehen kann, darf und wird!
Cebit Odyssee 2011
Alle Nachrichtenportale, Fernsehsender und Zeitschriften verkündeten in den letzten Tagen wieder, die Cebit 2011 würde ihre Pforten öffnen. Da ich letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen konnte war es also wieder an der Zeit, nach Hannover zu reisen. Der Messeeinladung folgend plante ich meine Ankunft also für heute, am Mittwoch. Pünktlich um 7.30 Uhr klingelte auch mein Wecker und die morgendliche Zeremonie bis hin zur Reisebereitschaft begann.
Als schwierigste Entscheidung stellte sich dabei dann die Kleiderwahl heraus. Normalerweise bin ich diesbezüglich immer recht spontan und praktisch veranlagt, heisst, ich wollte eigentlich Jeans und Kaputzenpulli anziehen. Nichts besonderes. Aber irgendwie war mir das doch zu “Nerdig” und ich wollte wenigstens ein Hemd und Krawatte anziehen um vielleicht doch mal das eine oder andere ernsthafte Gespräch führen zu können. Denn wenn man da so als “Normalo” oder “Nerd” rum läuft, ist das Interesse der Aussteller an einem meist relativ gering. Nachvollziehbar. Doch bei der Wahl der Hemden und Krawatten konnte ich mich nicht richtig entscheiden. Und als ich bei der Anprobe ein schickes weißes Hemd an hatte mit passender schwarz-grau-gestreifter Krawatte kam mir in den Sinn, vielleicht doch in einen Anzug zu schlüpfen. Das war dann auch schon eine ziemlich schlechte Idee, die mich letztendlich eine ganze Stunde gekostet hat. Vom suchen nach der verschwundenen Anzughose bis hin zum bügeln derselbigen. Man kennt das ja, wenn man sich was in den Kopf gesetzt hat, sucht man so lange, bis man es gefunden hat und seine Idee umsetzen kann.





