Rettungswagen, Notarzt und Intensivstation
Verfasst am | 10.02.2010 | Keine Kommentare
Nachdem die erste Woche Blutdrucktechnisch ganz gut verlief, kam es in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 23:30 Uhr dann dazu, dass ich Bluthochdruck, Pulsrasen, Herzrhythmusstörungen und Zittern am ganzen Körper mitmachen durfte. Binnen wirklich weniger Minuten waren dann 3 Sanitäter und ein Notarzt in meinem Schlafzimmer, untersuchten mich und verfrachteten mich anschließend in den Rettungswagen, ab ins Krankenhaus in Bückeburg und dort auf die Intensivstation, bzw. in den Aufwachraum bei der Intensiv, weil die Intensiv selber voll belegt war. Aber mit 180/100 ist einem das auch scheissegal. Man ist froh, dass man lebt und per Infusion und spritzen den Blutdruck reduziert bekommt.
“Na ganz toll. Jetzt liegst du schon wieder im Krankenhaus.”, war mein Gedanke. Denn ich hatte sehr gehofft, nun endlich alles überstanden zu haben. Doch dem war nicht so. Scheinbar reichte meinem Körper die derzeitige Medikation nicht vollkommen aus und er machte Randale. Körperlich war nämlich sonst soweit alles ok. Blutwerte waren in Ordnung und auch der Stent sowie die Stenose einwandfrei, bzw. letzteres kaum bis garnicht mehr feststellbar, was sehr sehr gut ist. Auch Herz und was die sonst noch so alles untersucht hatten, war okay.
Das Personal in Bückeburg hat sich wirklich viel Mühe gegeben. Scheinbar waren die aber auch von so einem speziellen Fall wie mir sehr angetan. Sowas haben die da wohl nicht so oft, hihi. Na jedenfalls konnte ich am nächsten Tag, nach Mittag, endlich wieder nach Hause. Meine Medikation wurde entsprechend erhöht und nun muss ich sehen, obs das bringt oder nicht. Wenn nicht, sehe ich die netten Menschen im Krankenhaus halt nochmal wieder. Irgendwann gewöhnt man sich dran und ist eigentlich nur noch froh, wenn einem geholfen wird und der Mist endlich ein Ende hat. Damit meine ich natürlich den Bluthochdruck.
Die Oberärztin dort war außerdem überraschend Kompetent, was den ganzen kardiologischen Schnickschnack angeht. Das hätte ich nicht erwartet, da ich vom Krankenhaus in Minden das ganz anders kenne. In Bückeburg hat man sich den ganzen Vormittag vorbildlich um mich gekümmert. Auch gabs mal einen richtig guten Tipp. Und zwar soll ich mir eine Kardiosport / Herzsport – Gruppe suchen. Die machen mich wieder fit und meine Krankenkasse fördert das auch mit 90 Trainingseinheiten. Ich muss an der Stelle wirklich mal der Techniker Krankenkasse meinen Dank aussprechen. Die haben mich bisher mein Leben lang immer gut unterstützt und nie im Stich gelassen. Ich bin echt froh, dort versichert zu sein und werde die ganz sicher auch niemals wechseln. Aber genug mit dem Geschleime.
Ich sehe jetzt erstmal zu, dass ich wieder voll Gesund und fit werde. Außerdem erkennt man an diesen Situationen immer wieder, auf wen man sich verlassen kann. Ganz besonderen Dank an meine Freundin und meine Mutter, die sich immer wieder aufopfernd um mich kümmern und wegen mir immer soviel Bangen müssen. Es ist wirklich sehr schön, euch zu haben! Auch mein Vater sowie Großeltern und Freunde drücken mir immer fleissig die Daumen, wofür ich mich ebenfalls nochmal bedanken möchte. Und auch vielen Dank an die Borcherts, die sich ebenfalls um mich gesorgt hatten. Schönen Gruß an dieser Stelle auch an euch!
So, genug erstmal für heute. Demnächst gibt es hier hoffentlich wieder erfreulichere Beiträge.
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